• Bei Andrea Muhr sorgte das Leben für jene Umwege, die sie sicher ans Ziel brachten: nämlich eine der besten Lomi Lomi-Energie- und Körperarbeiterinnen zu werden, die es zwischen Hawaii und Österreich gibt. 

  • Aloha

    Zwischen Salzburg und Hawaii gehen Herzen auf

    Andrea Muhr hat den Spirit – und ein ganz besonderes Strahlen. Drei Jahre lebte sie auf Hawaii, arbeitete im Hotel Four Seasons auf Maui und verliebte sich in Land, Leute und die hawaiianische Kultur.

    „Ich mag es, mit meiner Arbeit die Welt ein bisschen schöner und besser zu gestalten", erzählt die gebürtige Hallwangerin im Interview. Voller Kraft und Freude ließ sie sich auf ihr ganz persönliches, großes Abenteuer ein und betont: „Hawaii hat mich auf den Weg gebracht!“. – Und dieser sollte in die Herzen der Menschen führen.

     Der Ruf, nach Hawaii zu gehen, ereilte Andrea Muhr im Schlaf. „Ich war 25 und bin nach einem sehr intensiven Traum mit dem Gefühl aufgewacht, dass ich ganz dringend nach Hawaii muss!“ Zu dieser Zeit war sie in der Salzburger Tourismusbranche aktiv, hatte viel berufliche Erfahrung in Italien und Österreich gesammelt, arbeitete im Reisebüro und in Hotels.

     Später erfuhr sie, dass es tatsächlich so etwas wie den „Call to Hawaii“ gibt. „Und dem kannst du nicht entkommen!“, verrät sie lachend und folgte ihm. Sie sprach mit Freunden über ihr Vorhaben, kannte Hawaii aus Urlaubsprospekten, saugte alle Infos über Land und Leute auf – und tatsächlich: Sie fand einen tollen Job in einem der besten Hotels der Welt.

     Die Koffer waren schnell gepackt; das Herz war ihr ohnedies schon vorausgegangen. Das Leben auf Hawaii ist anders als in Salzburg: „Es ist Herz zentrierter. Es ist weicher, langsamer, weniger gestresst“, beschreibt es die 43-Jährige mit einem Leuchten in den Augen und erinnert sich daran, wie sie mit dem Meer und dem Rhythmus der Gezeiten gelebt hat. Die Hawaiianer leben in tiefer Verbundenheit mit ihren Ahnen, den Wesen der Natur und dem göttlichen Atem, der auch im Wort „Aloha“ steckt. „Aloha“ heißt viel, von Liebe über Mitgefühl bis zum Hallo, „bezeichnet aber vor allem unsere Verbindung mit dem Göttlichen durch den Atem", erklärt Andrea.

     Sie fand viele neue Freunde auf der Insel, auch ihren späteren Ehemann. Und sie lernte die Kraft der Ureinwohner kennen, die sie vieles über Energie- und Körperarbeit lehrten. „Wenn du dir Zeit nimmst, dich öffnest und tiefer in dich hineinschaust, kannst du das echte hawaiianische Leben sehr gut annehmen“, sagt Andrea, die als Spa Managerin des Hotels die Insel auch sehr „amerikanisch“ erlebt hat: mit Cocktails am Strand, Luxus pur und berühmten Gästen aus Hollywood. – Ein Spagat zwischen High-Society und göttlichem Spirit? „Nein“, sagt Andrea, „das hängt immer davon ab, wie du das für dich möchtest; wie so vieles im Leben!“

     Dass Andrea in Hawaii ihre Berufung gefunden hat, schreibt sie rückblickend auch einem Schicksalsschlag zu. Ein Autounfall zertrümmerte ihr Bein und sie musste das Laufen wieder mühevoll lernen. Zwei Jahre brauchte sie, um wieder kraftvoll im Leben zu stehen. In dieser Zeit fand sie das, was ihrem Leben den Spirit gab. Sie erlernte die hawaiianische Lomi Massage in ihrer ursprünglichsten und gleichzeitig energiereichsten Variante und arbeitete hart an sich selbst. „Hawaii hat mir die Kraft für die Heilung gegeben. Auf meinem Genesungsweg ist mir eine Glühbirne nach der anderen aufgegangen. Ich habe auf mein Leben hingeschaut!“ Dazu gehörte auch, sich von alten Zwängen, Glaubensmustern und Familiengeschichten zu befreien und zur eigenen Essenz zu kommen.

     Für Andrea öffnet die Lomi alle Tore in tiefere Ebenen: Sie wirkt bis in die Knochenstruktur und in die Zellen, in denen auch Erlebnisse aus der Kindheit sitzen. „Für mich ist alles vereint: Körper, Geist und Seele, man kann nicht nur eines heilen.“   Ganz in ihrer Kraft und Mitte angekommen, vertiefte sich auch die Beziehung zu ihrem Kollegen und späteren Mann, den sie im Hotel kennen und lieben gelernt hatte.

     Heute sind Andrea und Christopher Eltern einer Tochter. Die Familie entschied sich vor etlichen Jahren nach Salzburg zurückzukehren. „Schweren Herzens“, gesteht Andrea, „aber es gab hier viel, was auf uns wartete.“ Sie bauten ein Leben auf, das uns allen mehr „Aloha“ bringt – mit viel göttlichem Atem und einem großen Lächeln im Gesicht. „Am wichtigsten ist, dass man das Licht im anderen sieht und nicht immer aufs Negative schaut. Das versuche ich mit meinem Mann, meinem Kind, meinen Freunden und mit meinen Kunden. Wir müssen unsere Herzenswahrheit und unser Licht leben. – Und manchmal geschehen dabei Wunder!“

    www.andreamuhr.at


  • Andrea Muhr: „Ein offenes Haus, ein offenes Herz und ein offenes Ohr, danach lebe ich!“